Tag der pommerschen Landesgeschichte (40. Demminer Kolloqium)
Mit dem Landesverwaltungs-Erlass vom 5. September 1945 wurde die größte neuzeitliche Veränderung des Landbesitzes in Mecklenburg-Vorpommern eingeleitet: die Bodenreform von 1945/46. Sie erstreckte sich auf Vorgabe der politischen Führung der Roten Armee auf die gesamte Sowjetische Besatzungszone. Einerseits ging es um die Integration der deutschen Flüchtlingsmassen infolge des Zweiten Weltkrieges. Andererseits sollte die Großgrundbesitzerschicht wirtschaftlich und politisch entmachtet werden. In Mecklenburg-Vorpommern wurden 2199 Landwirtschaft sbetriebe mit einer Gesamtfläche von 823.776 Hektar entschädigungslos enteignet und neu verteilt. Was war die Idee der Bodenreform? Wie wurde sie vollzogen? Welche Konflikte ergaben sich? Welche Chancen erhielten Neusiedler? Wie reagierten mitbetroff ene Institutionen wie die Kirche? Diese Fragen soll das 40. Demminer Kolloquium vertiefen.
