Tag der pommerschen Landesgeschichte (40. Demminer Kolloqium)

Die Bodenreform von 1945/46 – ihre Umsetzung und Folgen in Vorpommern
Mit dem Landesverwaltungs-Erlass vom 5. September 1945 wurde die größte neuzeitliche Veränderung des Landbesitzes in Mecklenburg-Vorpommern eingeleitet: die Bodenreform von 1945/46. Sie erstreckte sich auf Vorgabe der politischen Führung der Roten Armee auf die gesamte Sowjetische Besatzungszone. Einerseits ging es um die Integration der deutschen Flüchtlingsmassen infolge des Zweiten Weltkrieges. Andererseits sollte die Großgrundbesitzerschicht wirtschaftlich und politisch entmachtet werden. In Mecklenburg-Vorpommern wurden 2199 Landwirtschaft sbetriebe mit einer Gesamtfläche von 823.776 Hektar entschädigungslos enteignet und neu verteilt. Was war die Idee der Bodenreform? Wie wurde sie vollzogen? Welche Konflikte ergaben sich? Welche Chancen erhielten Neusiedler? Wie reagierten mitbetroff ene Institutionen wie die Kirche? Diese Fragen soll das 40. Demminer Kolloquium vertiefen.
Programm:
9.00 Uhr Anmeldung zur Tagung
9.30 Uhr Begrüßung, Grußworte und Einführung
Grußwort Thomas Witkowski, Bürgermeister Demmin
Einführung in das Thema durch Dr. Irmfried Garbe, Vorsitzender der AG für pommersche Kirchengeschichte
10.00 Uhr Vortrag Dr. Michael Heinz, Rostock: Die Bodenreform und ihre Konflikte
10.45 Uhr Kaffeepause
11.15 Uhr Vortrag Katharina Kurowski, Greifswald: Die Bodenreform als Chance
12.00 Uhr Vortrag Dr. Irmfried Garbe, Hohenbollentin: Die Bodenreform und die Kirche
13.00 Uhr Mittagspause
14.00–16.00 Uhr Exkursion: Führung durch den Demminer Museumsfundus und abschließend der Ortslage Sarow
Anmeldung bis 30. April 2026
Dr. Henning Rischer Wilhelm-Dahlhoff -Straße 13, 17121 Loitz oder per E-Mail an henning-rischer@t-online.de. Bitte vermerken Sie bei der Anmeldung, ob Sie an der Exkursion teilnehmen möchten.
