Stralsunder Geschichtsverein

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Zur Geschichte der Handlung Diekelmann

Zur Geschichte der Handlung Diekelmann Ein Beitrag von Dr. Andreas Neumerkel Diese alte Werbung ist kürzlich an der Türeinfassung Badenstraße 43 gefunden worden. Mit dieser Werbeinschrift verbindet sich sich folgende Geschichte: Kaufmann Johann Friedrich Theodor Diekelmann, geboren am 27. Juli 1812 in Stralsund als Sohn des Gärtners Johann Joachim Diekelmann, erwarb am 21. August 1840 das kleine Giebelhaus Badenstraße 13 und eröffnete noch im selben Jahr eine Materialwarenhandlung. Am 31. Januar 1844 heiratete er Anna Johanna Lehl, Tochter eines Reifers. Aus der Ehe gingen drei Söhne und zwei Töchter hervor. Die Handlung lief wohl sehr gut, denn 1849 konnte sich Johann Diekelmann das große Haus Badenstraße 43, das der Bürgermeister Johann Friedrich Zander 1727/28 errichtet hatte, leisten. Der Umzug samt Handlung gestaltete sich schnell und einfach, denn dazu brauchte man nur eine Straße überqueren. Johann Diekelmann starb mit gerade mal 55 Jahren am 18. September 1867. Der erst 18 Jahre alte Sohn Hermann Ludwig Richard Diekelmann übernahm die „Material- und Delikateßwaarenhandlung“. Er führte das Geschäft bis zu seinem Ableben am 26. Januar 1901 immerhin 34 Jahre. Sohn Otto Johann Carl Diekelmann, geboren am 24. Juli 1879, setzte die Tradition fort. Im Adressbuch der Stadt Stralsund von 1903 findet man folgende Anzeige: „Johann Diekelmann Inh. Otto Diekelmann Handlung in Colonialwaaren, Conserven, Fischen, Wild, Geflügel, Südfrüchten, Liqueuren, Cognacs. Gegründet 1840. Telephon No. 7“. 1913 erwarb Otto Diekelmann das Haus Ossenreyerstraße 56 und eröffnete dort einen neuen Laden. Der Grund dafür liegt auf der Hand. Die Ossenreyerstraße war belebter, Wertheim gegenüber, was für das Geschäft von Otto Diekelmann natürlich sehr gut war. Dann kam das für die Familie Diekelmann tragische Jahr 1918. Otto Diekelmann war damals Feldwebel im Sanitätsdepot in Warschau. Ende Oktober des Jahres erhielt er Urlaub. Er bestieg am 31. Oktober einen Militärurlauberzug. Bei Briesen kam es gegen Morgen zu einem Zugunglück. Der Urlauberzug fuhr auf Güterwagen, die nach einer Zugtrennung auf der Strecke Frankfurt (Oder) – Berlin stehen geblieben war, auf, wobei mindestens 19 Menschen ums Leben kamen. Otto Diekelmann gehörte zu den Todesopfern. Die Handlung Diekelmann erscheint im Adressbuch von 1920 noch unter Ossenreyerstraße 56. Sie wird aber nicht mehr von einem Diekelmann geführt.

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Franzenshöhe

Der Straßenname Franzenshöhe geht auf einen Franz zurück Ein Beitrag von Dr. Andreas Neumerkel Franzenshöhe ist eine kurze Straße mit Verbindungscharakter in der Stralsunder Frankenvorstadt. Hier steht die sogenannte Fabrikantenvilla, das Wohnhaus des Besitzers der einstigen Kalkbrennerei. Ebenso findet man unter dieser Adresse die JVA Stralsund. Warum und wann bekam die Straße den Namen Franzenshöhe? Man sollte meinen, dass in dieser Angelegenheit ein Franz seine Hände im Spiel hatte. Und das stimmt. Am 5. Mai 1837 reichte der Regierungssekretär Karsten im Namen seines ältesten Sohnes ein Gesuch bei der Stadt ein. Er bat um die „Erlaubnis zur Anlage einer Steingutfabrik in Verbindung mit einer Ziegelei und Kalkbrennerei“. Sein Sohn, so führte der Regierungssekretär aus, vollzog eine Lehre bei Tobias Feilner, Töpfermeister und Fabrikant von Tonwaren in Berlin. Anschließend arbeitete er in der Werkstatt von Johann Gottfried Schadow und in der Königlichen Porzellanmanufaktur. Zurzeit halte er sich in Stockholm auf und könne deshalb nicht selbst dieses Gesuch stellen. Als Platz für die Steingutfabrik habe man die Frankenweide nahe des Schießplatzes auserkoren. Der Rat der Stadt genehmigte das Vorhaben von Franz Karsten. So entstand im Jahr 1837 in der Frankenvorstadt in der Nähe des Strandes eine Steingutfabrik, Ziegelei und Kalkbrennerei.   Anfang August 1838 bat der Kaufmann und Fabrikant Franz Karsten um die Erlaubnis, „seinem Etablissement den Namen Franzberg geben zu dürfen“. „Es ist bekanntlich“, so schrieb er, „von mir eine Ziegelei und Fayencenfabrike auf städtischen Territorio in der Frankenvorstadt angelegt worden. Dieses Etablissement wünsche ich gerne, dass es einen Namen erhielte in dem einestheils meine Correspondenz solches nothwendig macht, anderntheils es zu weit von Stralsund entfernt liegt um damit in Verbindung zu stehen, ich auch schonmehrmals in Stralsund gesucht bin, mich aber Niemand kannte oder kennen wollte, weil die Entfernung eine Besorgung zu übernehmen zu viel war. Alles dieses wird durch die Post abgeholfen, wenn mein Etablissement nahmhaft gemacht und Briefe usw. an mich in meiner Nähe abgegeben werden können. Ich erlaube mir daher Einen Wohlgeboren Rath gehorsamst zu bitten hochgeneigtest zu gestatten, dass mein gedachtes Etablissement den Namen Franzberg erhalte.“   Das Foto vom Brennofen der Kalkbrennerei stammt aus dem Jahr 2000. Dieser ist aber nicht von Franz Karsten errichtet worden. Die Verwendung des Fotos erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Stralsunder Stadtarchivs. Postkarte, um 1910. Die Verwendung erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Stralsunder Stadtarchivs   Der Rat stimmte dem zu, jedoch müssen Bedenken aufgekommen sein. Eventuell könnte man Franzberg mit Franzburg verwechseln. So wurde aus Franzberg kurzer Hand Franzenshöh. Die Regierung stimmte dieser Namensgebung zu. Unter „Vermischte Nachrichten“ erschien im „Amts-Blatt der Königlichen Regierung zu Stralsund“ vom 24. Oktober 1838 folgende Mitteilung: „Zwischen hiesigem Orte und Andershof, am Strande, ist ein neues Etablissement eingerichtet und diesem der Name Franzenshöh beigelegt worden. Stralsund, den 17. Oktober 1838.“

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Joachim Heinrich Rothsprach

Joachim Heinrich Rothsprach (1903 – 1990) – Ein bedeutender Sohn der Stadt Stralsund Ein Beitrag von Friederike Rothsprach Joachim Heinrich Rothsprach erblickte am 22. Juli 1903 in Stralsund das Licht der Welt. Er wuchs in einem Elternhaus auf, das tief im Bildungswesen der Region verwurzelt war: Sein Vater wirkte als Konrektor an der Frankenvorstadtschule, seine Mutter Maria Magdalena war als Lehrerin tätig. Die familiären Wurzeln reichten zudem bis nach Rügen, wo sein Großvater, Joachim Heinrich Ferdinand Rothsprach, als Fischer lebte. Diese enge Bindung zur Heimat prägte auch Joachims Schwester Anneliese, die später als Hilfsschullehrerin arbeitete und zeitlebens an seiner Seite blieb. Nach dem Besuch des traditionsreichen Sundischen Gymnasiums in Stralsund schlug Rothsprach die Beamtenlaufbahn ein und begann seine berufiche Karriere als Kreissekretär. Obwohl er in dieser Zeit in Bergen auf Rügen lebte und arbeitete, riss der Kontakt in die Heimatstadt nie ab; er blieb seiner Familie und Stralsund stets eng verbunden. Der Zweite Weltkrieg bedeutete auch für Rothsprach einen tiefen Einschnitt, als er zum Kriegsdienst eingezogen wurde. Nach dem Zusammenbruch des Regimes folgte im Jahr 1946 die entscheidende Wende seines Lebens: Hinrich Wilhelm Kopf, der damalige Ministerpräsident des neu gegründeten Landes Hannover (und spätere Ministerpräsident Niedersachsens), berief Rothsprach aus seiner damaligen Wirkungsstätte bei der Bezirksregierung Stade. Die monumentale Aufgabe: Als Landtagsdirektor sollte er den Aufbau des neuen Parlaments maßgeblich gestalten und die Verwaltung des Landtags aus dem Nichts aufbauen. Die Anfänge waren provisorisch – die erste Heimat des Parlaments war ein umgebauter Tanzsaal in der Stadthalle Hannover. Unter Rothsprachs Organisation entwickelte sich der parlamentarische Betrieb rasant, bis der Niedersächsische Landtag schließlich in das wiederaufgebaute Leineschloss umziehen konnte. Seine Erfahrungen und sein Verständnis von parlamentarischer Arbeit hielt er 1957 in dem wegweisenden Buch „So arbeitet unser Landtag“ fest. Auch privat fand die Familie in der Ferne wieder zusammen. Joachim Heinrich Rothsprach holte seine Ehefrau Charlotte sowie seine Schwester Anneliese nach Hannover, wo das Ehepaar die kleine Tochter Sabine Susanne im neuen Lebensumfeld großzogen. Für seine herausragenden Verdienste um den Aufbau der demokratischen Institutionen der Bundesrepublik wurde Rothsprach im Jahr 1967 mit dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Im selben Jahr schied er mit 64 Jahren aus gesundheitlichen Gründen aus dem öffentlichen Dienst aus. Am 3. Juli 1990 verstarb Joachim Heinrich Rothsprach in Hannover.  Während sein bleibendes Denkmal im niedersächsischen Parlamentarismus verankert ist, vergaß er selbst nie seine Herkunft. Für seine Nachkommen bleibt er ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie ein Stralsunder Sohn mit Fleiß, Pflichtbewusstsein und demokratischem Geist die Nachkriegsgeschichte Deutschlands mitgeprägt hat.

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75 Jahre Goethe-Buchhandlung

75 Jahre Goethe-Buchhandlung Ein Beitrag von Dr. Andreas Neumerkel Blick in die Geothebuchhandlung. Das Bild stammt von Herbert Ewe. Wir danken dem Stralsunder Stadtarchiv für die freundliche Genehmigung zur Verwendung auf unserer Homepage. Am 24. April 1950 öffnete die Goethe-Buchhandlung am Apollonienmarkt 5 ihre Pforten. Damals befand sie sich aber noch in einem kleineren, danebenliegenden Laden, in den später die Musikalienhandlung einzog. Die Eröffnung der ersten Stralsunder Volksbuchhandlung kündigte die Landes-Zeitung am 22. April 1950 wie folgt an: „Die kulturellen Unternehmungen Mecklenburg eröffnen am Montag, dem 24. April, in Stralsund, Apollonienmarkt 5, eine große und moderne Buchhandlung. Sie trägt den Namen Goethe-Buchhandlung …. (Weiter lesen Goethe-Buchhandlung)

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Die Jungfernfahrt der „Swanti“

Die Jungfernfahrt der „Swanti“ Eine Erinnerung von Jürgen Blümel Erstveröffentlichung im Stralsunder Blitz am 11. Mai 2025. Wir danken dem Autor, dem Verlag und der Redaktion des Vorpommern-Blitz für das freundliche Einverständnis zur Verwendung auf unserer Homepage. Postkarte mit einem Foto der Swanti, 1961. Das Bild stammt aus dem Archiv von Jürgen Blümel. Wir danken dem Autor für die freundliche Genehmigung zur Verwendung auf unserer Homepage. In der „Stralsundischen Zeitung“ vom 05. Mai 1925 ist ein romantischer Bericht zur ersten Fahrt des Fährschiffes „Swanti“ zwischen Stralsund und der Insel Hiddensee zu lesen.„Uns´ Länneken sast du hüren, / Robert Gau sall die stüren, / Tau Water sast du fleiten, /„Swanti“ sast du heiten“. Das ist der Taufspruch des auf den Stettiner Oderwerkenerbauten schmucken Schiffes, das die Hiddensoer Genossenschaftsreederei in diesen Tagen für den regelmäßigen Verkehr Stralsund – Vitte – Kloster in Dienst stellen wird….. (Weiter lesen Die Jungfernfahrt der Swanti)

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Neuer Beitrag zur Reformationsgeschichte

Revolution und Reformation Das „Stralsunder Kirchenbrechen“ im April 1525 und seinen Folgen Am 31. Oktober 1517 veröffentlichte Martin Luther 95 Thesen gegen den Missbrauch des Ablasses. Dieses Ereignis gilt als Auftakt der Reformation. So zweifelhaft der berühmte Thesenanschlag an die Tür der Wittenberger Schlosskirche erscheint, so unzweifelhaft ist jedoch die Bedeutung des Wirkens Martin Luthers für den durch seine Kritik ausgelösten tiefgreifenden religiösen, gesellschaftlichen und kulturellen Wandel. In Stralsund hatte sich die Reformation nur 8 Jahre später durchgesetzt. Mit der am 5. November 1525 erlassenen Kirchen- und Schulordnung bekannte sich die Hansestadt als erste Stadt in Norddeutschland offiziell zur evangelischen Sache. Der vergleichsweise schnellen Einführung der Reformation waren am 10. April 1525 tumultartige Plünderungen und Zerstörungen in St. Nikolai und anderen Kirchen und Klöster der Stadt vorausgegangen. Dieser Kirchensturm zwang den bis dahin unentschlossenen Rat zum Handeln, und führte schließlich innerhalb von zwei Tagen zu einer unumkehrbaren Durchsetzung der Reformation in Stralsund. Aus Anlass des 500-jährigen Reformationsjubiläum 2025 soll an die revolutionären Ereignisse erinnert werden. Mehr erfahren Sie hier

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Zeitzeugenprojekt Stralsunder Volkswerft

Stralsund und die Volkswerft. Eine Stadt erinnert sich – Schiffbau am Sund im Spiegel lebensgeschichtlicher Erinnerungen Im September/Oktober 2023 veranstaltete die Stadt Stralsund eine Sonderausstellung im ehemaligen Traditionskabinett der Stralsunder Volkswerft. Anlass war das 75-jährige „Gründungsjubiläum“ der Stralsunder Volkswerft am 15. Juni 2023.  Wenn man es genau nimmt, so kann man aber nicht von einer Gründung der Volkswerft sprechen. Denn schon vor 1945 existierte am südöstlichen Stadtrand eine Werft, die aber nicht mit den späteren Dimensionen der Volkswerft vergleichbar ist. Mehr über die Vorgeschichte der Volkswerft, die am 15. Juni 1948 auf Wunsch der Belegschaft ihren neuen Namen erhielt, erfahren Sie in dem auf der Homepage veröffentlichten Beitrag von Dr. Andreas Neumerkel „Erster Logger lief im November 1949 vom Band“ und in dem in den Stralsunder Heften für Geschichte, Alltag und Kultur publizierten Artikel von Norbert Kinzel „“.  Das Gründungsjubiläum war für den Stralsunder Geschichtsverein e.V. Anlass, mit Hilfe von lebensgeschichtlichen Interviews von ehemaligen Werftarbeiterinnen und -arbeitern und deren Dokumentation den Grundstein für die Erschließung neuer Quellen zur Erforschung der Schiffbaugeschichte Stralsunds zu legen. Eine eigens hierfür im Sommer 2022 konstituierte Arbeitsgruppe hat nach einigen Vorarbeiten in dem Zeitraum Ende 2023/Anfang 2024 rund 30 lebensgeschichtliche Interviews ( 18 Männer und 13 Frauen) geführt. Mehr über die Vorbereitung und Durchführung des Zeitzeugenprojekts durch eine Arbeitsgruppe des Geschichtsvereins erfahren Sie hier: Zeitzeugenprojekt des Stralsunder Geschichtsvereins Nach und nach werden die Interviews – sofern das erforderliche Einverständnis vorliegt – hier auf der Homepage unter der Rubrik „Stralsund erinnert sich! veröffentlicht. Zu Stralsund erinnert sich! Mehr erfahren Sie über die Geschichte der Volkswerft und ihrer Nachfolgebetriebe auf der Homepage des „Förderkreis Industriegschichte Volkswerft“ e.V. Hier gehts zum Förderkreis

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Vilm-Geschichte(n)

(aus)gelesen von Jürgen Blümel Vilm-Geschichte(n) von Rügen“ von Jutta Neuper „Wandern und Natur atmen wie Caspar David Friedrich mit der Insel Vilm vor Augen“, so setzt die Autorin Jutta Neuper in diesem etwas anderen Wanderführer, den ersten und wohl auch den wichtigsten Akzent. Den Schlusspunkt bildet eine Übersicht zu den rügenschen Reisewegen des in Greifswald geborenen Malers. Ob dieser selbst auch je auf besagter Insel geweilt hatte, ist nicht gesichert. Erfahren Sie mehr in dem Beitrag von Jürgen Blümel Vilm-Geschichte(n) von Rügen

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100 Jahre Provinzialmueseum

100 Jahre Provinzial-Museum im Katharinenkloster Eine Erinnerung von Jürgen Blümel Erstveröffentlichung im Stralsunder Blitz im September 2024. Wir danken dem Autor, dem Verlag und der Redaktion des Vorpommern-Blitz für das freundliche Einverständnis zur Verwendung auf unserer Homepage. Ganzseitig widmet sich die „Stralsundische Zeitung“ am 13. September 1924 dem Umzug des Provinzialmuseums in das Katharinenkloster und würdigte somit öffentlich dieses Ereignis. Schon Tage vordem wurde den Lesern die Möglichkeiten erörtert, die der Umzug aus dem Rathaus in die neue Ausstellungsstätte mit sich bringt, welche Vorzüge das weiträumige Refektorium, heute sagen wir schlichtweg Remter dazu, den vielen, teilweise auch noch nie gezeigten Sammelstücken bringt …. (Weiter lesen 100-Jahre-Provinzial-Museum-im-Katharinenkloster.pdf) Leseempfehlung: Mehr über den Umzug des Provinzialmuseum im September 2024 erfahren Sie in dem Beitrag von Dr. Peter Danker-Carstensen „Vor 100 Jahren – die Eröffnung des Stralsundischen Museums für Vorpommern und Rügen“. Der Beitrag ist veröffentlicht in den MITTEILUNGEN des Museumsverbandes in Mecklenburg-Vorpommern e.V., 33 Ausgabe 2024, Seite 21 bis 25.

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Bemerkungen zur Geschichte der Backsteinwand an der Schillstraße

Bemerkungen zur Geschichte der Backsteinwand an der Schillstraße von Dr. Andreas Neumerkel „Kleine“ Johanniskirche, um 1910. Die Verwendung des Bildes erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Stralsunder Stadtarchivs. Nach dem Brand im 17. Jhd. errichtes Kreuzganggewölbe. Die Verwendung des Bildes erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Stralsunder Stadtarchivs. Am 12. Dezember 2024 erschien in der Ostsee-Zeitung ein Beitrag über die Errichtung von sechs Stützpfeilern, die nunmehr die „Außenwand der 1254 gegründeten Klosteranlage St. Johannis“ sichern. Damit wird suggeriert, dass die Mauer aus der Mitte des 13. Jahrhunderts stammt. Aber das stimmt nicht. Weiterhin wird behauptet, dass die Wand früher „durch Anbauten Stabilität erhalten“ hat. Auch das stimmt wiederum nicht. Nach der Reformation wurde das Kloster als Armenhaus genutzt. Am Abend des ersten Weihnachtstages 1624 brach im Kloster ein Brand aus. In einer alten Chronik kann man darüber Folgendes lesen:  „1624 auf der Weihnachten Abend ist die Johanniskirche mit dem Kloster abgebrannt, des Abends zwischen 7 und 8 Uhr ist das Feuer erstlich geschehn, es hat die ganze Nacht gebrannt und hat nicht können gerettet werden.“  Und in einer anderen Chronik steht:  „Die Johanniskirche ist gegen Abend des ersten Weihnachtstages durch Feuer, welches eine alte Frau schlecht behütet hatte, vollständig abgebrannt.“  Am 29. Juni 1648 beschloss der Rat der Stadt, zumindest den Chor der Johanniskirche wieder aufzubauen. Ende des Jahres 1651 waren die Arbeiten beendet. Heiligabend fand der erste Gottesdienst in der sogenannten Kleinen Johanniskirche statt. Die Überbleibsel der Kirchenwand an der Schillstraße wurden damals abgerissen und einen neue, drei Meter in die Straße hinein versetzte Mauer errichtet. Die neue Mauer erhielt einen Toreingang, der zunächst mit einer Holztür versehen wurde. Im Vorhof, so wurde der Bereich vor der Kleinen Johanniskirche zukünftig genannt, entstand ein Kreuzganggewölbe. Eiserne Stangen, die von der Wand zu den Pfeilern des Kreuzganges verlegt wurden, verliehen dem gesamten Bauwerk die nötige Stabilität. Im Juni 1879 stellte der Verschönerungsverein der Stadt Stralsund den Antrag, „die längs der Schillstraße stehende Klostermauer mit Rankgewächsen zu bekleiden“. Das Gesuch wurde genehmigt, und nach wenigen Jahren verhüllte ein sattes Grün die Außenmauer. Aus dem Jahre 1895 ist ein Plan des Eingangs an der Schillstraße mit einem Eisentor überliefert. Damals erhielt der Torbogen auch eine Malerei, auf der Mönche beim Bau des Klosters zu sehen sind. 1907 stellte man Grabdenkmäler unter dem Kreuzgang auf. Darunter soll sich auch der älteste Grabstein der Stadt Stralsund befinden. Beim Bombenangriff am 6. Oktober 1944 wurden die Kleine Johanniskirche und das Kreuzganggewölbe zerstört. Torbogen mit der im Jahr 1895 angefertigte Malerei, auf der Mönche beim Bau des Klosters zu sehen sind. Die Verwendung des Bildes erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Stralsunder Stadtarchivs. Kreuzgang, um 1920. An der linken Seite befindet sich die älteste Grabplatte Stralsunds. Die Verwendung des Bildes erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Stralsunder Stadtarchivs. Älteste Grabplatte an der Mauer zur Schillstraße. Die Verwendung des Bildes erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Stralsunder Stadtarchivs.

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